Der Wiener Notruf

Der Wiener Notruf. Beratung für vergewaltigte Frauen und Mädchen ist eine Frauenberatungsstelle bei sexueller Gewalt und wurde 1981 als überparteilicher, überkonfessioneller, gemeinnütziger, feministisch-orientierter Verein gegründet.

Arbeitsschwerpunkte
* Psychosoziale Beratung (telefonisch, persönlich, per e-mail)
* Prozessbegleitung
* Prävention und Bildungsarbeit
* Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit
* Vernetzung und Kooperation

Die Thematik „Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ wurde von der zweiten Frauenbewegung in den 1970ern aufgegriffen und durch politische und soziale Interventionen zunehmend öffentlich gemacht. Daran anknüpfend folgte in Österreich Anfang der 1980er Jahre die Gründung von Frauenhäusern, Frauenberatungsstellen und Frauennotrufen.

„Frauennotrufe“ sind heute Frauenberatungsstellen bei sexueller Gewalt und befinden sich in den Bundesländern Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Steiermark und Wien. Der Begriff „Frauennotrufe“ ist in einem geschichtlichen Kontext zu verstehen. Aufgrund der tiefgreifenden gesellschaftlichen Tabuisierung und damit einhergehender Nichtwahrnehmung sexueller Gewalt kam es in vielen europäischen Ländern zur Gründung von Notrufen und Nottelefonen, die als erste Anlaufstelle für Betroffene gedacht waren und ihren Auftrag vor allem auch in der gesellschaftspolitischen Aufklärungsarbeit sahen. In weiterer Folge entwickelten sich die Frauennotrufe zu spezifischen Beratungseinrichtungen mit den Schwerpunkten Beratung, Prävention und Öffentlichkeitsarbeit zu sexueller Gewalt gegen Frauen und Mädchen.

In den 1990er Jahren konzentrierten sich die Frauennotrufe verstärkt auf den Ausbau der Angebote in den Bereichen psychosoziale Beratung, Krisenintervention, psychosoziale und juristische Prozessbegleitung, Prävention und Fortbildung von MulitplikatorInnen. Die Autonomen Frauenberatungsstellen bei sexueller Gewalt Österreich sind überparteiliche und überkonfessionelle NGOs mit Vereinsstruktur. Ihre Tätigkeit wird mit Geldern der öffentlichen Hand aus Bund, Land und Stadt sowie privaten SpernderInnen finanziert.

Selbstverwaltung und demokratische Arbeitsstrukturen bilden die notwendigen organisatorischen und inhaltlichen Grundlagen feministisch-parteilicher Arbeit.

Als gemeinnütziger Verein, dessen Betreuungsleistungen kostenlos sind, ist der NOTRUF auf öffentliche Subventionen und private Spenden angewiesen.

Spendenkonto: Bank Austria 407 015 403, BLZ 12000,                                                       IBAN: AT90 1200 0004 0701 5403, BIC: BKAUATWW