Verein Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen

Der Wiener Notruf. Beratung für vergewaltigte Frauen und Mädchen ist eine Fachberatungsstelle zu sexueller Gewalt und wurde 1982 als gemeinnütziger Verein gegründet.

Unsere Arbeitsschwerpunkte
* Psychosoziale Beratung (telefonisch, persönlich, per e-mail)
* Psychosoziale und Juristische Prozessbegleitung
* Prävention und Bildungsarbeit
* Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit
* Vernetzung und Kooperation

Die Thematik „Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ wurde von der zweiten Frauenbewegung in den 1970ern aufgegriffen und durch politische und soziale Interventionen zunehmend öffentlich gemacht. Daran anknüpfend folgte in Österreich Anfang der 1980er Jahre die Gründung von Frauenhäusern, Frauenberatungsstellen und Frauennotrufen. „Frauennotrufe“ sind heute Beratungsstellen zu sexueller Gewalt gegen Frauen und Mädchen und befinden sich in den Bundesländern Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Steiermark und Wien.

Der Begriff „Frauennotrufe“ ist in einem geschichtlichen Kontext zu verstehen. Aufgrund der tiefgreifenden gesellschaftlichen Tabuisierung und damit einhergehender Nichtwahrnehmung sexueller Gewalt kam es in vielen europäischen Ländern zur Gründung von Notrufen und Nottelefonen, die als erste Anlaufstelle für Betroffene gedacht waren und ihren Auftrag vor allem auch in der gesellschaftspolitischen Aufklärungsarbeit sahen. In weiterer Folge entwickelten sich die Frauennotrufe zu spezifischen Beratungseinrichtungen mit den Schwerpunkten Beratung, Prävention und Öffentlichkeitsarbeit zu sexueller Gewalt gegen Frauen und Mädchen. In den 1990er Jahren konzentrierten sich die Beratungsstellen verstärkt auf den Ausbau der Angebote in den Bereichen psychosoziale Beratung, Krisenintervention, psychosoziale und juristische Prozessbegleitung, Prävention und Fortbildung von MulitplikatorInnen.

Die Autonomen Frauenberatungsstellen bei sexueller Gewalt Österreich sind überparteiliche und überkonfessionelle Beratungseinrichtungen mit Vereinsstruktur. Ihre Tätigkeit wird mit Geldern der öffentlichen Hand aus Bund, Land und Stadt sowie privaten SpenderInnen finanziert. Selbstverwaltung und demokratische Arbeitsstrukturen bilden die notwendigen organisatorischen und inhaltlichen Grundlagen feministisch-parteilicher Arbeit.